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Augenheilkunde
Bislang konnten wir die nötigen Medikament nur als Spritze oder Tablette verabreichen
Über kleine Depotkapseln, die direkt ins Auge eingepflanzt werden, können Arzneistoffe jetzt gezielt und mit Depotwirkung direkt an den Krankheitsherd gebracht werden Krankheitsherde im Auge gezielt mit Arzneistoffen behandeln – und das über Jahre hinweg. Das leisten die kleinen Kunststoffkapseln, die Privatdozent Dr. Lars-Olaf Hattenbach seinen Patienten an der Universitäts-Augenklinik Frankfurt/Main einpflanzt.
Von den Medikamententrägern profitieren möglicherweise Patienten mit Uveitis, einer gefährlichen chronischen Augenentzündung. "Bislang konnten wir die nötigen Medikamente (zum Beispiel Kortison) nur als Spritze oder Tablette verabreichen", berichtet Hattenbach. Der Nachteil daran ist, dass die Substanzen wirken dann nur kurzfristig. Bis zu drei Jahre Depotwirkung
Der Vorrat im Medikamententräger hält dagegen bis zu drei Jahren. "Dabei ist der Wirkstoffpegel im Auge immer gleich bleibend hoch", so Hattenbach. Der Behandlungserfolg bei Uveitis wird jetzt in einer internationalen Studie untersucht, an der acht deutsche Augenkliniken beteiligt sind. Hoffnung für Diabetiker
Parallel arbeiten die Forsche schon an einem weiteren Einsatzgebiet: "Die Pille im Auge könnte es erstmals möglich machen, die gefürchtete diabetische Netzhauterkrankung mit Medikamenten zu behandeln – ergänzend zur etablierten Lasertherapie", hofft Hattenbach. So kommt der Wirkstoff ins Auge Der Medikamententräger wird in den Glaskörper des Auges eingesetzt und an der Innenwand des Augapfels verankert.

 

 

 

 

 

 
 




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