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Bildschirmarbeit

Immer häufiger: das "Büroaugen-Syndrom"

Stundenlanges Starren auf den Bildschirm lässt die Augen austrocknen. Sie infizieren sich leichter, im Extremfall ist sogar das Sehvermögen in Gefahr. Wir haben Tipps gegen das "Büroaugen-Syndrom"

Jeder fünfte Patient, der in Deutschland einen Augenarzt aufsucht, klagt über juckende, brennende und extrem lichtempfindliche Augen. Häufigste Gründe: Die Augen haben zu wenig Tränenflüssigkeit oder die Zusammen-setzung des Tränenfilms stimmt nicht mehr. Syndrom des trockenen Auges wird das Leiden genannt.

Die Beschwerden sind nicht nur lästig. Ohne Behandlung kann die natürliche Widerstandskraft des Auges gegen Krankheitserreger wie Herpesviren herabgesetzt werden.

Ist der Tränenfilm vermindert, rauht sich im Extremfall die Hornhaut auf, was oft zu Sehstörungen führt

 

Immer häufiger: das "Büroaugen-Syndrom"

Ursachen für trockene Augen gibt es viele. Immer häufiger spielen veränderte Umwelt- und Arbeitsbedingungen eine Rolle: Arbeiten am Bildschirm (besonders in Verbindung mit Augenfehlstellungen) und trockene Luft in klimatisierten Räumen belasten die Augen. Bei der Bildschirmarbeit beispielsweise reduziert sich der Lidschlag, der Tränenfilm wird nicht in den richtigen Abständen erneuert. Die Amerikaner bezeichnen die Beschwerden deshalb als "Office-Eye-Syndrome", das "Büroaugen-Syndrom". In den letzten Jahren ist die Zahl der Erkrankten stark angestiegen. Studien in Kanada, Japan und im US-Bundesstaat Maryland haben ergeben, dass bereits 15 bis 25 Prozent der Bevölkerung an den Symptomen des trockenen Auges leiden.

Im Zweifelsfall zum Augenarzt

Darüber hinaus führt eine Reihe von Erkrankungen zu trockenen Augen. Veränderungen am Auge selbst wie Anomalien der Lider, Narben auf der Hornhaut oder Veränderungen an der Tränendrüse können genauso schuld sein wie Stoffwechselerkrankungen (zum Beispiel Diabetes), Rheuma oder ausgeprägter Vitamin-A-Mangel. Besonders häufig betroffen sind Frauen nach den Wechseljahren. Die hormonellen Veränderungen in dieser Zeit lassen bei vielen Frauen die Schleimhäute trockener werden und beeinflussen auch die Tränenproduktion. Auch Frauen, die die Pille nehmen, klagen häufig über trockene Augen. Weil die Ursachen so vielfältig sind, sollten Sie hartnäckige Beschwerden vom Augenarzt abklären lassen.

Was Sie selbst tun können

Sorgen Sie für genügend Luftfeuchtigkeit (etwa 50 %) in Ihren Räumen.
Trinken Sie ausreichend. Falls keine krankheitsbedingte Einschränkung besteht, mindestens 2 L am Tag.
Setzen Sie die Augen nicht direkter Luftströmung aus, z.B. Fahrtwind, Lüftungsgebläse oder Klimaanlagen.
Meiden Sie verrauchte und staubige Räume.
Setzen Sie beim Schwimmen in Badeanstalten eine Schwimmbrille auf.

Für Bildschirmarbeiter:

Stellen Sie den Bildschirm nicht zu hoch. Für den Blick nach unten müssen Sie die Lider nicht so weit öffnen. Gönnen Sie Ihren Augen regelmäßig Pausen. Schauen Sie alle zehn Minuten kurz zum Fenster hinaus, und blinzeln Sie immer wieder ganz bewusst.
Lassen Sie regelmäßig Ihre Sehfähigkeit überprüfen. Zu schwache oder nicht richtig angepasste Brillengläser begünstigen trockene Augen. Lässt sich die Ursache nicht abstellen, helfen künstliche Tränen.
Neuere Präparate enthalten alle Anteile des natürlichen Tränenfilms.

 
 




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