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Sanfte Hilfe bei Frauenleiden

klassische Heilmittel aus der Tiefe unserer Erde

Lebender Schlamm aus dem Moor, die warme Feuchte dunklen Erdreichs und der Schlick des Meeres können bei Frauenleiden helfen. Was in diesen Peloiden alles steckt, und wie sie wirken Eintauchen ins weiche träge Dunkel, sich umhüllen lassen von wohltuender beständiger Wärme, die Augen schließen und entspannen. Das ist es, was Sie spüren, wenn Sie in ein Moorbad steigen. Und das allein wäre bereits ein solches Bad wert. Doch schlammhaltigen Bädern und Packungen und neuerdings auch einer Art Moortampon werden weit intensivere Wirkungen nachgesagt, als nur wohlig zu entspannen. Sie sind klassische Heilmittel aus der Tiefe unserer Erde. Seit langem werden Schlammbäder und -packungen erfolgreich in der Frauenheilkunde angewandt. "Frauen, bei denen immer wieder der Eisprung ausbleibt, die Eileiter und die Gebärmutter weniger funktionsfähig sind, kann diese Art von Reiz z.B. zu einem regelmäßigen Eisprung und zu funktionstüchtigen Eileitern verhelfen", konnte Dr. Barbara Ehret-Wagener, Chefärztin des Klinikums für Rehabilitation in Bad Salzuflen, bei ihren Patientinnen feststellen. Und damit unterstützt diese Methode so manche Frau dabei, doch noch ihr Wunschbaby zu bekommen.

Schlamm drüber bei Entzündungen der Eierstöcke und Verwachsungen

Andere Hindernisse auf dem Weg zu einer Schwangerschaft sind chronische Unterbauchschmerzen und Verspannungszustände im Becken, häufige Eierstockentzündungen, aber auch Verwachsungen und Verklebungen im Bauchraum. Diese Beschwerden konnten mit Moorbädern gleichfalls in zahlreichen Fällen vermindert oder behoben werden. Und kleine Zysten kann eine Moorkur ebenfalls schrumpfen und verschwinden lassen. Das bestätigt auch Prof. Wolfgang Ziechmann, der sich als Chemiker über viele Jahre hinweg damit beschäftigt hat, welche Substanzen im Torf, Schlamm und Schlick enthalten sind und wie sie möglicherweise wirken. Im Fachjargon heißen all diese Schlämme Peloide. Sie sind in Tausenden von Jahren entstanden. Allerdings gibt es große Unterschiede: Bei Ausgangsstoffen überwiegend organischer Natur, etwa dem Moor, spricht man von Torf. Er enthält unter anderem Kohlenhydrate, Eiweißstoffe, Fettsäuren, Pektine, Gerbsäuren, verholzte Pflanzenteile, Steroide und Huminstoffe, aber auch natürlicherweise radioaktive Substanzen.
Hauptsächlich anorganische Inhaltsstoffe, wie schwefelhaltiger Vulkanschlamm oder schlammige Aufschwemmungsböden an Thermalquellen, sind als Fango bekannt. Dieser Mineralschlamm aus Kalzium, Eisen, Aluminium, Magnesium und anderen Salzen neben geringen Anteilen organischer Stoffe wird in erster Linie für Packungen verwendet.
Der Schlick, das dritte Peloid, ist ein stark wasser- und salzhaltiger Meeresschlamm aus feinsten Ton- und Kalkteilchen, mit organischen Substanzen versetzt. Je nachdem, woher der Boden stammt, gibt es eine Fülle an Varianten: z.B. Fango aus der Eifel, Fango di Battaglia, Thermalschlamm aus Italien. Eine Mischung des letztgenannten Heilschlamms mit verschiedenen Paraffinen und einigen mineralischen Zusätzen kommt als Parafango in den Handel.

 
 




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