Unbenanntes Dokument
 
Gesundheit
 
  Allgemeines
 
  Meldungen
 
  Essen mit Wirkung
 
 

Obst und Gemüse

Krebsschutz durch "5 am Tag"

In sekundären Pflanzenstoffen aus Beeren und Früchten, Salaten, Knollen und Wurzeln vermuten Forscher eines der größten bislang bekannten Potentiale zur Krebsvorbeugung

Jeder der Südländer verbraucht im Schnitt pro Jahr rund 203 Kilogramm Gemüse und 123 Kilo Obst. In Europa hält das Land jenseits der Alpen die Spitzenposition, dicht gefolgt von Portugal und Spanien, wo Feld- und Gartenfrüchte ebenfalls untrennbar zur genussvollen mediterranen Lebensart gehören.

Der Durchschnitts-Deutsche trägt dagegen pro Kopf und Jahr nur magere 90 Kilogramm Gemüse und etwa 100 Kilo Früchte nach Hause.

So mahnen Krebsforscher und Ernährungswissenschaftler. Ihren Schätzungen zufolge könnte mehr Pflanzenkost allein in der Bundesrepublik jährlich bis zu 20 Prozent der 340.000 Krebsneuerkrankungen verhüten. "Sogar 30 bis 40 Prozent der Fälle ließen sich nach heutiger Datenlage vermeiden", erläutert Privatdozent Dr. Heiner Boeing, Leiter der Abteilung Epidemiologie am Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke, "wenn wir alle Empfehlungen einhielten und etwa viel mehr Obst und Gemüse essen, auf unser Gewicht achten und uns mehr bewegen würden.

" Krebsschutz durch "5 am Tag"

In den USA startete das Nationale Krebsforschungsinstitut vor zehn Jahren die Aufklärungskampagne "5 a day". Ihr deutsches Pendant "5 am Tag – Obst & Gemüse" animiert seit zwei Jahren Bundesbürger, ihrer Vorliebe für die fleisch- und wurstbetonte heimische Küche abzuschwören. Täglich mindestens 375 Gramm Gemüse und 250 Gramm Obst sollen die Bundesbürger regelmäßig essen, um sich den vollen Schutzeffekt geballter Pflanzeninhaltsstoffe zu sichern. Genussfreundlicher ausgedrückt, sind das täglich drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst.

Wie viel ist eine Portion? Um das Rechnen zu erleichtern und den Ruch vom "Essen nach Vorschrift" zu umgehen, bemüht sich "5 am Tag", die Botschaft appetitanregend und zugleich praktisch zu verpacken:
Eine Portion entspricht bei großen Stücken einer Hand voll: ein Apfel, eine Banane oder der entsprechende Teil eines kompletten Broccolis. Ähnliches gilt für Trockenobst, darunter Datteln, sowie getrocknete Hülsenfrüchte wie Erbsen und Linsen.


Bei kleinen Früchten wie Erdbeeren oder Johannisbeeren sowie bei zerteiltem Gemüse – etwa Zucchinischeiben oder Feldsalat – zählen zwei Hand voll als Portion.


Ebenfalls als Portion geht ein Glas purer Saft (0,2 Liter) durch oder eine kleine Dose Gemüse.
Weiterhin rät die Kampagne zum munteren Mix: Mal roh und mal gekocht sollen Gesundheitsbewusste genießen, was Felder und Gärten hergeben. Und zwar möglichst querbeet durch die Farbpalette: rote Himbeeren, gelbe Rüben, orange Apfelsinen, grüne Paprika. "Wer das ganze Angebot an Obst und Gemüse nutzt", erklärt Watzl, "nimmt viele verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe auf" – und isst damit gegen sein allgemeines Krebsrisiko an.

Die Kampagne "5 am Tag"

... bietet vielfältiges, allerdings kostenpflichtiges Informationsmaterial an –

von Faltblättern bis zu Kochbüchern.


Die Preise erfahren Sie bei:

Servicebüro 5 am Tag
Käfertaler Straße 190
68167 Mannheim
www.fuenfamtag.de

Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam-Rehbrücke hat eine Broschüre erarbeitet, die den wissenschaftlichen Hintergrund zu den aktuellen Präventionsempfehlungen ausführlich erklärt.

Auf der DIfE-Homepage finden Sie einen Link, um das Heft herunterzuladen: www.dife.de

 
 




powered by Gökhan Özkan