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Sonnenschutz - Weshalb ?

Klar, niemand will einen schmerzenden, juckenden Sonnenbrand. Aber auch ohne sichtbaren Sonnenbrand können Sonnenstrahlen schädigen.

Das Sonnenlicht setzt sich u. a. aus UV-Strahlung zusammen, die sich wie folgt einteilen läßt:

Strahlung  Wellenlänge   verantwortlich für :
UV - A      320 - 400 nm  Hautkrebsentstehung Auslöser von Mallorca-Akne
                                     (zusammen mit Lipiden + Emulgatoren) Hautalterung
UV - B      280-320 nm    Sonnenbrand Chronische Lichtschäden Hautkrebs

Schützen kann man sich durch Baumwollkleidung und durch Sonnenschutzmittel mit entsprechenden Lichtschutzfaktoren

Was heißt überhaupt "Lichtschutzfaktor" ?

                                  Erythemschwellzeit mit Lichtschutz
Lichtschutzfaktor (LF) =Erythemschwellzeit ohne Lichtschutz

Erythemschwellzeit = Zeit bis zum Sonnenbrand

Unter LF wird die Zeit verstanden, in der man sich mit Sonnenschutzmittel länger der Sonne aussetzen kann als ohne.

Der LF4 bedeutet also, daß man mit Sonnenschutzmittel die 4-fache Zeit in der Sonne bleiben kann als ohne.

Hautreaktionen der verschiedenen Hauttypen unter Sonnenbestrahlung:
Hauttypen
Hautreaktionen
eigene Schutzzeit
in Deutschland
vorzeitige
Hautalterung (Minuten)
Häufigkeitsverteilung
der Bevölkerung
rothaarig hellhäutig sommersprossen
sofort Sonnenbrand keine Bräunung
5 - 10
2 -7
2 %
blond
hellhäutig
blaue Augen
nur rot nach Sonnenbrand/ manchmal Braunung
10 - 20
7 - 14
12 %
dunkle Haut
und Haarfarbe
selten Sonnenbrand
20 - 30
14 - 20
78 %
Südeuropäer
praktisch nie Sonnenbrand/ ausgeprägte Bräunung
45
30
8 %
Nach G. Kindl und W.Raab, Licht und Haut, 2 Aufl. 1988, Frankfurt / M., modifiziert)

Hautreaktionen der verschiedenen Hauttypen unter Sonnenbestrahlung:
Individuelle Lichtempfindlichkeit
Sonnenschutzfaktor
Intensität der Sonneneinstrahlung
Beispiele
Typ I - sehr hoch
15
10
sehr hoch
Äquatorzohne
Typ II - hoch
9
7
hoch
Tropen,Mittelmeerländer
Typ III - mittel
6
4
mittel
Mitteleuropa (Sommer)

Typ IV - niedrig

3
3

niedrig
Mitteleuropa
Typ V - sehr niedrig
2
1
sehr niedrig
Winter ohne Schnee
Erklärung:    Ziehen Sie mit dem Lineal eine Linie von ihrem Hauttyp zu dem Gebiet in dem Sie sich sonnen möchten.
                  Der Schnittpunkt der Linie mit dem Sonnenschutzfaktor zeigt Ihren persönlichen LF an.

 

Ermittlung eines geeigneten Lichtschutzfaktores
Empfindlichkeit gegen die Sonne (Deutschland)
Sehr groß (sofort Sonnenbrand, selten Bräunung)
groß (leicht Sonnenbrand, aber auch Bräunung)
normal (selten Sonnenbrand, ausreichende Bräunung)
gering (praktisch nie Sonnenbrand, sofort braun)
6
4
2
0
Hautkolorit (Erscheinungsbild)
blaß, sonnenentwöhnt, Sommersprosen, rote Haare
helle Haut, blaue Augen
normaler Teint, hell bis leicht braun
vorgebräunt
tiefgebraun, sonnengewöhnt
5
3
1
0
Ort der Bestrahlung

England,Irland,Skandinavien,Schottland,Bretagne,Deutschland,
Vancouver,Jugoslaw., Mittelfrankreich, italien, Portugal Sardinien,
Süditalien, San Franzisko Kanarische Inseln, Spanien Acapulco, Amazonas, Madagaskar, Südafrika, Türkei, Azoren, Israel Australien, Bankok, Ceylon,
Indonesien, Philippinen, Griechenland,Bermudas
Florida, Bahamas, Sao Paulo, Bahrain, Hongkong, Kuba
Hawai, Mexiko, Bombay, Haiti, Mauritius, Thailand, Costa Rica
Kenia, Togo, Singapur, Malediven, Seychelthiopien, Caracas
Bergland:   500 bis 2000 m,  2000 bis 3000 m,  höher als 3000 m

0-1

2
3
4
5
7
8
9
3,5,6
Verstärkung der Strahlen
Schnee
heller Sand
5
3

Jahreszeit am Urlaubsort

Sommer
Frühjahr/Herbst
Winter
4
2
1
Lichtschutzfaktor
3 - 4
6
8
10
UV-Blocker : 15 - 20
11-13
14-16
17-19
20-22
22

Nimmt man nun Öl, Gel, Milch oder eine alkoholische Lösung ?
Die riesige Auswahl ist kein Werbegag, sondern je nach Hauttyp/Bedingungen, ist ein bestimmtes Präparat geeignet 

Preparat Vorteil Nachteil
alkoholische Lösungen Sie kleben und fetten nicht (anwendbar bei stark fettiger Haut) Es besteht die Gefahr der Hautaustrocknung und Hautirritation. Sie werden durch Schweiß schnell ausgespült
Oele Sie sind wasserfest, besitzen einen natürlichen Lichtschutz und fühlen sich angenehm auf der Haut an. Es wird nur der LF 6 erreicht.Der Ölfilm behindert den Wärme und Flüssigkeitsaustausch der Haut mit der Umgebung. Durch Schwitzen kann der Ölfilm zerreißen; ein Lichtschutz ist dann nicht mehr gewährleistet
Hydrogele Sie sind zu empfehlen, wenn ein fettfeuchter Hauttyp oder eine Akne vorliegt. Sie sind für Personen, die an der Mallorca-Akne leiden, die einzige Zubereitung ohne die für die Erkrankung verantwortlichen Lipide und Emulgatoren. Einziger Nachteil ist der dünne Film, der auf der Haut zurückbleibt
OW-Emulsionen (Milch / Cremes) Sie sind gut streichfähig, abwaschbar, angenehm auf der haut und besitzen einen Kühleffekt. Sie besitzen die höchste Effektivität hinsichtlich des LF's Sie enthalten die Auslöser für die Mallorca-Akne
Wasserfeste Zubereitungen Wasserfeste Zubereitungen schützen v.a. Wassersportler, die sich längere Zeit im Wasser aufhalten, vor der UV-Strahlung, die auch bis zu Schnorchern vordringt. Nach dem Schwimmen und Abtrocknen muß das Sonnenschutzmittel erneut aufgetragen weden

Die wichtigsten Regeln für Sonnenhungrige !      

- Das erneute Auftragen von Sonnenschutzmitteln verlängert nicht die Zeit, die man laut LF
  in der Sonne bleiben kann.

- Bräunungsmittel bietet keinen Schutz

- Hohe Lichtschutzfaktoren behindern die Hautbräunung nicht.

- Auch im Schatten und bei bedeckten Himmel wird man braun.

- Kunststoffaser bieten im Gegensatz zu Baumwollkeidung keinen Schutz.

- Im Winter ist Sonnenschutz wichtiger als im Sommer, da die Haut pigmentärmer und
  trocknerist. Hinzu kommt, daß der Schnee das Sonnenlicht zusätzlich reflektiert und die
  Sonnenstrahlung durch die Kälte nicht als so stark empfunden wird. Empfehlenswert sind
  Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor und höherem Fettanteil.Lippen, Nase und
  Augenlider müssen mit Sunblockern (Pasten oder Stiften) geschützt werden.


- Säuglinge nicht direkter Sonneneinstrahlung aussetzen. Sie sollten sich im Schatten
  aufhalten, durch Kleidung geschützt werden und ein Sonnenhütchen aufsetzen.
  Im Gesicht kann eine Babycreme mit hohem Lichtschutzfaktor angewendet werden.

- Bestimmte Medikamente können die Empfindlichkeit gegenüber Sonneneinstrahlung
  (auch Solarium ! ) erhöhen und Sonnenbrand und Sonnenallergien auslösen,; z.B. :
  Johanniskrautzubereitungen, Furosemid, Rivanol, Tetracycline, (z.B. Doxyicyclin),
  Ciprofloxacin usw. . Am Besten man liest sich diesbezüglich die Beipackzettel der
  Medikamente durch, die man in dieser Zeit einnehmen muß.

- Auch bestimmte Pflanzen können sogenannte photoallergische Reaktionen auslösen :
  z. B. Wiesenbärenklau (nur durch Berührung mit dieser Pflanze ), Sellerie, Gartenraute,
  Citrusfrüchte und Bergamottöl (oft Parfüm enthalten).



                                         Viel Spaß beim Sonnen !!!

 
 




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