Kosmetik & Pflege
  Achtung Wechselwirkung
  Calendula
  Heilen mit Pflanzen
  Hautpflege
  Wadenwickel
  Natürliche Hautpflege
  Creme&Co
  Im Blickpunkt
  Stimmt es, daß
  Karies
 
 

Creme & Co
Warum entstehen Altersflecken?
Manche empfinden die harmlosen braunen Flecken auf der Haut als störend, einige sogar als psychisch belastend. Dank der modernen Kosmetik gibt es Möglichkeiten, etwas gegen diese Zeichen der Zeit zu tun
Die Selbstbehandlung der Altersflecken darf nur erfolgen, wenn es sich auch wirklich um diese typischen Veränderungen handelt. Die geeigneten Präparate greifen an unterschiedlichen Stellen der Oberhaut an und normalisieren die Hautverfärbungen. Deshalb werden Wirkstoffkombinationen bevorzugt.

Warum entstehen Altersflecken?

Normalerweise wird der Hautfarbstoff Melanin kontinuierlich und in gleichmäßiger Konzentration in der Haut gebildet. Er hat die Aufgabe, die Haut vor übermäßiger UV-Strahlung zu schützen, die für die Entstehung von Altersflecken verantwortlich ist. Altersbedingt kommt es nicht nur zu einer verlangsamten Erneuerung und zu unregelmäßigen Verdickungen der Haut, sondern auch zu einer ungleichmäßigen Anhäufung des Pigmentfarbstoffes Melanin. Er wird in den Melanozyten der Oberhaut gebildet. Durch den verlangsamten Stoffwechsel der Haut im Alter wird das Melanin jedoch nicht mehr so schnell abgebaut wie in der Jugend. Vereinfacht gesagt, entstehen Altersflecken also durch das vermehrte Vorhandensein des Hautfarbstoffs Melanin.

Andere Substanzen eines Kombinationspräparates greifen in die Pigmentsynthese ein. Diese findet in den Melanozyten statt. Um die Aminosäure Tyrosin in den Farbstoff zu verwandeln, ist unter anderem das Ferment Tyrosinase notwendig. Andererseits kann die Tyrosinase aber nur aktiv werden, wenn gleichzeitig das Spurenelement Kupfer vorliegt. Bei der Behandlung der Altersflecken verwendet man nun Substanzen, die diese Aktivität des Ferments hemmen können. Man bezeichnet sie als Tyrosinase-hemmer. Dazu gehört zum Beispiel Glukonsäure. Sie fängt Kupferionen ab und reguliert damit die weitere Bildung des Melanins. Zu den Tyrosinasehemmern gehören auch bestimmte Eiweißgemische und Dithiooktandiol.

Auch andere Stufen in der Bildung des Pigmentfarbstoffes können beeinflusst werden. Eingesetzt wird unter anderem das Vitamin C. Es reduziert bestimmte Stufen in der Bildung des Farbstoffes. So kann das Endprodukt Melanin nicht entstehen.

Auch das Betacaroten, das als Provitamin A bezeichnet wird, und Vitamin E haben entsprechende reduzierende Eigenschaften. Sie greifen ebenfalls in den Ablauf der Synthese ein. Wie man sich die Wirkung der Substanzen in Kombinationspräparaten vorstellt, entnehmen Sie bitte der vereinfacht dargestellten grafischen Abbildung. Oft werden den Präparaten auch Vitamin A und Dexpanthenol zugegeben, um die Zellerneuerung anzuregen und die Hautfaltenbildung zu verzögern.

So wenden Sie die Präparate richtig an:

Aufgrund des im Alter verzögerten Hautstoffwechsels sollten frei verkäufliche Präparate mindestens ca. acht Wochen angewandt werden. Die Produkte sind so zusammengesetzt, dass sie auch von empfindlicher Haut im Allgemeinen gut vertragen werden. Sollte dennoch einmal eine Hautrötung auftreten, ist die Behandlung zu unterbrechen und mit dem Arzt bzw. Apotheker Rücksprache zu nehmen. Die Zubereitungen dürfen jedoch nicht in dem Bereich der Augenpartien benutzt werden. Das könnte unnötige Reizungen hervorrufen. Unterstützend bei der Behandlung von Altersflecken kann man Kosmetika mit pflanzlichen Wirkstoffen einsetzen. Hierzu gehören Meerrettich, Brunnenkresse, Gurkensaft, Petersilie und sogar grüner Tee. Auch hier nutzt man die reduzierenden Eigenschaften der Pflanzenstoffe.

Unser Tipp:

Jedes Präparat gegen Altersflecken, das Sie noch nicht kennen, sollten Sie vorher auf die individuelle Verträglichkeit auf Ihrer Haut testen. Dazu tragen Sie eine kleine Menge des Produkts auf die Innenseite des Oberarmes auf. Beobachten Sie die Stelle etwa 24 Stunden lang, ob Jucken, Brennen oder Hautreizungen auftreten. Wenn keine negative Reaktion erfolgt ist, können Sie das Präparat auf der Haut anwenden.

 
 




powered by Gökhan Özkan