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Natürliche Hautpflege

Ein im Alltag vertrautes Metall wird innovativer Pflegestoff

Die Kosmetikhersteller entdecken Kupfer für die Zellerneuerung

Rund dreieinhalb Kilogramm Mineralien stecken in unserem Körper. Und jedes Gramm davon ist wichtig, denn alle Zellen unseres Körpers sind auf Mineralsalze und Spurenelemente angewiesen. Alle Zellaktivitäten – ob es um Hauterneuerung, Elastizität oder Festigkeit des Gewebes geht, werden von Enzymen gesteuert. Diese Biokatalysatoren, die den Stoffwechsel der Zellen antreiben, brauchen, um zu funktionieren, Kalium, Kalzium, Zink & Co. Für geschmeidige, glatte und zarte Haut ist damit eine ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen und Spurenelementen sehr wichtig.

Eine besondere Rolle bei der Zellerneuerung in der Haut spielt das Kupfer. Das Spurenelement fördert die Vernetzung der kollagenen und elastischen Fasern im Bindegewebe. Zudem aktiviert es Enzyme, die altes Bindegewebe abtransportieren. Es wirkt entzündungshemmend. Die Haut benötigt Kupfer für die Pigmentbildung und damit für den natürlichen Lichtschutz.

Fisch, Nüsse und Bananen und die Versorgung stimmt

Rund zwei Milligramm Kupfersalze benötigt unser Organismus täglich für einen optimalen Stoffwechsel. Wer vollwertig und abwechslungsreich isst, viel frisches Obst und Gemüse verzehrt, nimmt diese Menge mit der Nahrung auf. Gute Kupferquellen sind Leber, Niere und Schellfisch sowie alle Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte, Nüsse und Mandeln. Aber auch Orangen, Pilze, Avocados, Bananen und Knoblauch liefern Kupfer in nennenswerten Mengen.

Wie kommt das Kupfer aus der Creme in die Haut?

Mit zunehmendem Alter nimmt der Kupfergehalt im Körper jedoch ab. Zellaktivitäten verlangsamen sich – mit sichtbaren Folgen: Die Haut verliert an Festigkeit, erste Falten treten auf. Lange forschten Kosmetikhersteller daran, das Spurenelement so aufzubereiten, dass es auch von außen in die Zellen der Haut gelangen kann. Dies scheint nun gelungen. Der Trick dabei: Das Metall bindet an winzige Eiweißstrukturen. Diese »Peptide« kommen auch natürlicherweise im Organismus vor. »Die Zellen können das Spurenelement deshalb als körpereigenen Stoff identifizieren«, erläutert Entwicklungs- und Forschungsdirektorin Yohini Appa beim US-Konzern Johnson & Johnson, »und zur Restrukturierung der Haut nutzen.« In den Zellen soll das aktive Kupfer altes Kollagen abbauen sowie die Bildung von neuem anregen.

Das sagt die Wissenschaft

Der US-Dermatologe Dr. James Leyden, Professor an der University of Pennsylvania in Philadelphia, überprüfte in einer so genannten Doppelblindstudie die Wirkungen von kupferhaltigen und nicht kupferhaltigen Gesichtscremes an 67 Teilnehmerinnen. Nach zwölf Wochen fühlte sich die Haut jener Frauen, welche das kupferhaltige Produkt verwendeten, sowohl glatter als auch weicher an – und sie erschien fester.

Ideale Kupferquellen: Mineralwässer und Malachit

Auf seinem langen Weg durch tiefe Gesteins- und Lehmschichten reichert sich Quellwasser mit unterschiedlichen Mineralsalzen und Spurenelementen an. Viele Kosmetikproduzenten vertrauen auf die pflegenden Kräfte heilender Thermalquellen. Neben Kupfer enthält das Wasser unter anderem auch Kalzium, Eisen, Silizium, Magnesium und Zink. Dieses Wirkstoffgemisch regt den Stoffwechsel der Zellen an, unterstützt das Feuchthaltevermögen der Haut, beruhigt und stabilisiert. Auch aus Malachit, dem sattgrünen Edelstein und kupferhaltigen Mineral gewinnen Kosmetikhersteller nach verschiedenen Veredelungsprozessen einen Pflegestoff für beanspruchte Haut, der zum Beispiel Gesichtsmasken bereichert.

 
 




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