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Interview

Kariesrisiken bei Kindern und Müttern

Fehlende Zähne – ein teurer Spaß. Damit es erst gar nicht so weit kommt, ist die tägliche Zahnpflege ein Muss. Ob Schwangere besonderen Kariesrisiken ausgesetzt sind und ab wann die Zähnchen von Kleinkindern wie gepflegt werden müssen, diese Fragen beantwortet der Zahnarzt Dr. med. dent. Marcus Engelschalk

Müssen schwangere Frauen eine spezielle Zahnpflege beachten?

Bei schwangeren Frauen ist durch die Hormonumstellung das Zahnfleisch stärker durchblutet, leicht geschwollen und blutet schneller. Das nennen Mediziner eine Schwangerschafts-Gingivitis. Daher sollten die Frauen in dieser Zeit zur täglichen Zahnpflege nicht ihre elektrische sondern eine Zahnbürste mit weichen Borsten benutzen. Außerdem bildet sich mehr Zahnbelag. Deshalb ist eine Prophylaxe-Behandlung beim Zahnarzt alle drei Monate sinnvoll. Dabei werden der Zahnsaum und die Zahnzwischenräume professionell gereinigt. Eine Paradontitis-Behandlung sollte möglichst schon vor einer Schwangerschaft durchgeführt werden, da diese Zahnfleischerkrankung eine Frühgeburt auslösen kann. Deshalb sollte man seinen Frauenarzt auch auf eine bestehende Paradontitis hinweisen.

Ab wann und wie müssen Kinderzähne geputzt werden?
Ab dem Durchbruch des ersten Zähnchens. Je nach Lebhaftigkeit des Kindes reibt man den Zahn entweder vorsichtig mit einem feuchten Einmalwischtuch ab oder benutzt eine spezielle Kinderzahnbürste. Zeigt man seinen Kindern, dass auch Papi und Mami regelmäßig Zähne putzen, dann wollen Kinder so etwa ab dem zweiten Lebensjahr auch selbst Zähne putzen. Die Eltern sollten das Ergebnis allerdings nochmal kontrollieren.

Als Kinderzahnpasta bieten sich die mit möglichst wenig Fluor an, da Kinder bei der Rachitisprophylaxe schon täglich Tabletten mit Vitamin D und Fluor zu sich nehmen. Eine elektrische Zahnbürste würde ich erst älteren Kinder, so etwa ab acht Jahren, in die Hand geben.

Wie können Eltern ihren Kindern die Angst vor dem Zahnarzt nehmen?

Ganz wichtig ist, dass Eltern nicht mit dem Zahnarzt drohen. Sie sollten die Kinder zu ihren eigenen Vorsorgeuntersuchungen immer mitbringen. Dann erfahren die Kinder, dass das völlig normal ist, dass das den Eltern nicht weh tut, dass da nichts Schlimmes passiert.

Eigene Termine sollte das Kind bekommen, wenn das Milchzahngebiss so etwa im zweiten Lebensjahr vollständig ist. Karies an den Milchzähnen muss unbedingt behandelt werden, da sich sonst der direkt darunter liegende Zahnkeim der nächsten Zähne schon infizieren kann. Kinderzahnärzte gehen übrigens besonders spielerisch auf die kleinen Patienten ein.

 
 




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