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Eine Studie zeigt: Schon zwölf Monate alte Babys empfangen via Fernsehen "emotionale Informationen" und handeln entsprechend

Mütter sollten darauf achten, was der Fernseher ihren Kleinen so alles erzählt. Denn für Einjährige ist die Fernsehwelt nicht weniger real als die Wirklichkeit. Sie verwerten die im Fernsehen gezeigten Informationen und lassen sich dadurch in ihrer eigenen Handlung beeinflussen. Dies geht aus einer Studie der Psychologin Donna Mumme hervor, veröffentlicht im Fachblatt "Child Development".
Der Versuch: Erziehung aus dem TV

Die Psychologin ging in Zusammenarbeit mit Anne Fernald von der Stanford Unversity der Frage nach, was Babys lernen, wenn sie Erwachsene bei bestimmten Handlungen beobachten, und wie viel Aufmerksamkeit sie einem Fernsehgerät im gleichen Raum schenken. Mumme, Spezialistin für nonverbale Kommunikation bei Kindern, und Fernald konzipierten dafür zwei Studien für zehn bis zwölf Monate alte Babys. Sie nahmen ein Videoband mit einer Schauspielerin auf, die auf verschiedene Objekt vor sich unterschiedlich reagierte. Die Schauspielerin reagierte durch ihren Gesichtsausdruck und durch ihre Stimme ausgedrückte Gefühle auf die Objekte entweder positiv, negativ oder neutral. Manche Objekte wurden auch ignoriert. Zu den Objekten zählten u.a. ein blauer Ball und ein gelber Bestandteil eines Gartenschlauchs.
Ergebnis: Babys reagieren auf den Fernseher

Babys erhielten die gleichen Objekte zum Spielen, nachdem das Videoband im Fernsehen abgespult wurde. Reagierte die Schauspielerin im TV positiv oder neutral auf das entsprechende Objekt, spielten die Babys glücklich mit diesen. Bei der negativen Reaktion der Schauspielerin auf das Objekt vermieden die Babys die Objekte und spielten mit einem anderen. Die Psychologinnen schließen daraus, dass Babys Entscheidungen auf Basis der emotionalen Reaktionen der sie umgebenden Erwachsenen treffen. Sie beziehen auch jene Informationen ein, die aus dem Fernsehen kommen.

Fernsehen – erst nach dem zehnten Monat interessant

Die Studie legt nahe, dass sich die Lernfähigkeit via TV erst zwischen dem zehnten und dem zwölften Lebensmonat zu entwickeln scheint. Bei den Tests mit zehn Monate alten Babys fanden nämlich keine derartigen Reaktionen statt: Sie griffen, unabhängig davon, welche Emotion durch die Schauspielerin dazu parallel im TV transportiert wurde, zu den Spielzeugen. "Erwachsene sollten sich daher zweimal überlegen, bevor sie vor Kindern in einem herben Tonfall sprechen und sie Kinder nicht altersgemäße TV-Programme ansehen lassen", ergänzt Mumme.

 
 




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