Schwangerschaft
  Allergien
  Babs&Kleinkinder
  Busenwunder
  Gebildete Eltern
  Gesetzänderung
  Intervew
  Kindertraum
  Mutter mit 14
  Absetzen der Pille
  Postpartale Depression
  Regelschmerzen
  Schwanger
  Rücken schonen
  Schwanger renovieren
  Späte Geburt
  Teddy-Krankenhaus
  Tips&Tricks
  Toxoplasmose
  Tschüss Schnuller
  TV-Botschaften
 
 

Allergien

Allergien nehmen in der Bevölkerung deutlich zu – und die Wege ihrer Entstehung erscheinen immer unheimlicher: Nach Meinung von Fachärzten kann ein Allergieschub der Mutter bereits das ungeborene Baby sensibilisieren

Dazu sagte Udo Markert von der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Universität Jena am Montag: "Ein Allergieschub in der Schwangerschaft kann auf das Kind die erhöhte Bereitschaft übertragen, später einmal Allergiker zu werden". Botenstoffe aus dem mütterlichen Immunsystem würden die Grundlage dafür legen, dass das Kind eine erhöhte Anfälligkeit für allergische Reize habe.

Nach Darstellung Markerts gibt es in Deutschland zwischen fünf und zehn Millionen Allergiker. Immer mehr Menschen litten an tränenden Augen und laufenden Nasen sowie Juckreiz und Ausschlägen, sagte der Immunologe. In der jüngeren Generation im Alter von bis zu 30 Jahren seien schon bis zu 20 Prozent aller Menschen betroffen. Markert leitet vom kommenden Samstag an eine internationale Tagung in Weimar zum Thema Schwangerschaft und Immunsystem, zu der rund 150 Experten erwartet werden.

Allergien nehmen in jedem Alter zu

Aber auch in der älteren Generation steigt die Zahl der Allergiker unaufhaltsam an. Das bedeutet zugleich, dass die zunehmende Allergierate nicht allein durch die steigende Inzidenz bei Kindern bedingt ist. Dr. Kyra Krause und ihre Kollegen vom dänischen staatlichen Serum-Institut in Kopenhagen haben Blutproben von etwa 850 Grönländern zwischen 15 und 80 Jahren aus den Jahren 1987 und 1998 miteinander verglichen (Lancet 361, 2002, 691). Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass sich die Rate allergisch bedingter Krankheiten 1998 fast verdoppelt hatte, nämlich von zehn auf 19 Prozent. Die Allergie-Rate (Atopie) definierten sie als Immunreaktion auf acht häufige Allergene: Gras, Birke, Beifuß, Hunde-, Katzen- und Pferdehaare, den Pilz Cladosporium herbarum sowie Hausstaub-Milben. Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass die bislang unbekannten Risikofaktoren, die Allergien auslösen können, nicht nur in der Kindheit, sondern während des ganzen Lebens wirksam sind.

Fazit der neuesten Forschungsergebnisse im Bereich Allergie:

1.) Allergieschübe der Mutter während der Schwangerschaft können die Bereitschaft des kindlichen Immunsystems steigern, in späteren Jahren allergisch zu reagieren.

2.) Ein Teil der ausbrechenden Allergien lassen sich durch den engen Kontakt zu Haustieren in der Kindheit verhüten.

3.) Allergien nehmen auch in späteren Lebensjahren deutlich zu. Eine Neigung zu allergischen Reaktionen wird nicht nur in der Kindheit ausgebildet.

 
 




powered by Gökhan Özkan